Günther Oettinger haut wieder in dieselbe Kerbe

Philpp Röslers Bruder im Geiste, EU-Energiekommissar Günther Oettinger, fordert mal wieder eine Deckelung der Umlage für die erneuerbaren Energien und bringt die Kosten der Energiewende wieder in direkten Zusammenhang mit den Stromkosten in Deutschland, die die zweithöchsten in Europa seien. Dass aber auch die Besteuerung des Strompreises die zweithöchste im Europa-Vergleich ist und dass energieintensive Betriebe von der EEG-Umlage ausgenommen sind und auch die Verlängerung der Ausnahmeregelungen von der Öko-Steuer lässt Oettinger geflissentlich unter den Tisch fallen. O-Ton: „Deutschland hat die zweithöchsten Strompreise in Europa – vor allem wegen der hohen Steuern und der Abgabe für erneuerbare Energien. Das kann so nicht weitergehen, weil wir damit die Verbraucher überfordern und die Wirtschaft schädigen.“

Auch hält er an dem Paradigma fest, dass der einzige Weg zu einer erfolgreichen Energiewende der drastische Ausbau der Netze in Deutschland sein kann. Von dezentraler Stromversorgung scheint man in Brüssel noch nichts gehört zu haben.

Insgesamt ein äußerst durchschaubares Manöver, dessen Ziel es nur sein kann, das EEG zum Jahresende sturmreif zu schießen – auch wenn er von Draghis vergleich mit der „Dicken Bertha“ nichts hält. Wenigstens scheint also sein Debakel im Zusammenhang mit seiner Trauerrede für Hans Filbinger sein Gespür für historisch unpassende Äußerungen etwas geschärft zu haben.

Das Inverview findet sich auf bild.de.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s